fragmente

Möbelhund, vergriffen. Meine Begriffsgeschichte. Postpromotion. (März 2021)

Sie begann beim selbstgebauten Möbelhund von Sven-Åke Johansson, Sommer 2019. Axel und ich verluden die alte Couch von Sven in einen seiner Kofferräume, Carina machte Fotos. Es war sehr heiß und dass der Zweisitzer in den Viersitzer passte war für mich ein Kunstgriff. 

Irgendwann vorher, Anfang 2018. Das 70 Kilo Möbel, ohne Hund. Auf Eis bei Shell, auch noch in Kreuzberg. Ich hatte es zu diesem Zeitpunkt bereits an einen Freund verkauft, der darauf ausschließlich Bach spielte. Bevor er nun aus Berlin nach Leipzig zog, lieh ich mir das Möbel von dem sogenannten Hegelstefan zurück. Er half mir dann auch beim Geschleppe. Der Bach und die zwei Alben die ich mit meiner alten Jazzkombo darauf eingespielt hatte wogen schwer. 

Fragment.

Verstreutes.

We had the greatest difficulty in explaining to people there there is no hidden, coded meaning in the music, within beyond the desire to play the truth. Often our assurances provoked incredulity and even disappointment. Some people apparently wanted more: they needed occult symbols, esoteric meanings. They were not accustomed to the poetics of the sound image. And we were disappointed in turn. Such was the reaction of the opposition party in the audience; as for our own colleagues, they launched an iniquitous attack on us, accusing us of insolence, of wanting to make music about ourselves. (Excerpted from “once your reputation’s done / you can live a life of fun,” a letter to Tim Bradley [translated by D. Reynolds], March 8, 1997)

Brown, Don & Reynolds, Dan (2019): D = D  Edited and compiled by Joe Foster and Bryan Eubanks. Sacred Realism Press: 32

These 7: „Deshalb ist Kunst kein Teil der Gesellschaft – keine soziale Praxis; denn die Teilnahme an einer sozialen Praxis hat die Struktur der Handlung, der Verwirklichung einer allgemeinen Form. Und deshalb sind wir in der Kunst, im Hervorbringen oder Erfahren der Kunst, keine Subjekte; denn ein Subjekt zu sein heißt, die Form einer sozialen Praxis zu verwirklichen. Die Kunst ist vielmehr das Feld einer Freiheit nicht im Sozialen, sondern vom Sozialen; genauer: der Freiheit vom Sozialen im Sozialen. Sobald das Ästhetische zu einer Produktivkraft im postdisziplinären Kapitalismus wird, ist es seiner Kraft beraubt; denn das Ästhetische ist aktiv und hat Effekte, aber es ist nicht produktiv. Ebenso wird das Ästhetische seiner Kraft beraubt, wenn es eine soziale Praxis sein soll, die sich gegen die entfesselte Produktivität des Kapitalismus ins Felde führen läß; das Ästhetische ist zwar befreiend und verändernd, aber es ist nicht praktisch – nicht ‘politisch’. (…) In der Kraft der Kunst geht es um unsere Kraft. Es geht um die Freiheit von der sozialen Gestalt der Subjektivität, sei sie produzierend oder praktisch, kapitalistisch oder kritisch. In der Kraft der Kunst geht es um unsere Freiheit.“

Menke, Christoph (2013): Die Kraft der Kunst. Berlin: Suhrkamp: 14

“Many of my colleagues use sound art to describe our kind of music. I’m always OK with that. But there is a logical consequence of that: music is over, music is not worth extending and challenging. Then there is a second consequence: any ordinary musical structure and idea can be saved by using sound as material. This is the same as the situation for sound installation: by using special materials the artist sets marketing key points prior to the idea taking shape. Perhaps you are using the signals from the earth’s magnetic fields at a holocaust site – but your composition is still a work of electroacoustic music! This use of symbolism is no different than that used by 19th century singer-songwriters.”

Jun, Yan (2018): Perhaps I’m (Not) A Sound Artist